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Björn Försterling: Landesregierung verprellt Lehrer – Minister nimmt sinkende Unterrichtsversorgung in Kauf

„Es ist mir schleierhaft, wie der Kultusminister darauf kommt, dass es keinen Bedarf an zusätzlichen Lehrern gibt“, kritisiert der bildungspolitische Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Björn Försterling, die Personalplanung der Landesregierung. Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, sind von 1900 freien Stellen bis heute nur 1763 besetzt. Und das, obwohl sich sogar 2400 Menschen auf die Ausschreibungen beworben hätten. „Insbesondere die 293 abgelehnten Gymnasiallehrer werden wir im nächsten Schuljahr schmerzlich vermissen“, ist sich Bildungsexperte Försterling sicher. Dass die Landesregierung auf dieses Potenzial verzichte und die Bewerber damit für die Zukunft verprelle, sei ein nicht hinnehmbarer Zustand.

Försterling verweist auf die Herausforderungen im kommenden Schuljahr, wenn durch die Umstellung zurück zum Abitur nach neun Jahren wieder 13 Jahrgänge an den Schulen unterrichtet werden müssten. Den zu erwartenden Rückgang in der Unterrichtsversorgung sieht Försterling schon jetzt kommen. „Die Landesregierung hat mal wieder die Chance vertan, in der Bildungspolitik zukunftsfest vorzusorgen. Wenn die Unterrichtsversorgung im nächsten Schuljahr einbricht, liegt die Verantwortung beim Kultusminister“, so Försterling abschließend.

Hintergrund: Die Landesregierung hat zwei Anfragen der Fraktion der Freien Demokraten zur Besetzung von Lehrerstellen beantwortet. Aus dieser geht hervor, dass weiterhin freie Stellen nicht besetzt werden, obwohl es ausreichend Bewerber gegeben hat.

 

 

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