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Björn Försterling: Mit alten Problemen ins neue Jahr – Unterrichtsversorgung ist geringer als die Ministerin behauptet

Björn Försterling, schulpolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, fordert die Kultusministerin erneut auf, die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen sicherzustellen. „Die Landesregierung hat zwar eine statistische Unterrichtsversorgung von 98 Prozent für das kommende Schuljahr angekündigt, die tatsächliche Unterrichtsversorgung ist aber zwei Prozentpunkte niedriger“, so Försterling. Auf eine Anfrage der FDP-Fraktion räumte die Landesregierung ein, dass so genannte kapitalisierte Lehrerstunden in die Unterrichtsversorgung eingerechnet werden. Im vergangenen Schuljahr waren das über 25.000 Lehrerstunden. „Betreuung im Ganztag kann keinen Unterricht in Deutsch oder Mathematik ersetzen“, kritisiert Försterling.

Anders als von der Kultusministerin behauptet, sei der Pflichtunterricht keineswegs bereits bei einer Unterrichtsversorgung von 80 Prozent gedeckt. Die notwendige Unterrichtsversorgung dafür sei schulform- und schulabhängig. Die Stundentafel umfasse bspw. an Realschulen und Gymnasien mehr als 85 Prozent der Unterrichtsversorgung. „Unsere Schulen starten nicht mit neuer Kraft, sondern mit alten Problemen ins neue Schuljahr. Die Ministerin täte gut daran, sich statt der geschönten Statistik einmal die Realität vor Ort anzuschauen. Wir wissen von vielen Schulen, dass sie nicht wissen, wie sie den Unterricht im neuen Schuljahr sicherstellen,“ so Försterling abschließend.

Hintergrund: Die Kultusministerin hat heute eine Pressekonferenz anlässlich des Beginns des Schuljahres gehalten.  

 

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