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Björn Försterling: Ungewöhnliche Versetzung einer Lehrkraft – FDP-Fraktion verlangt Akteneinsicht

Hannover. Die FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen fordert von der Landesregierung Aufklärung über die ungewöhnliche Versetzung einer Lehrkraft an ein Göttinger Gymnasium. Die dazu von dem FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling in der gestrigen Landtagssitzung gestellte Frage wurde bis zum Abschluss der Plenarwoche nicht beantwortet. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Ministerin nach 1 1/2 Tagen zu diesem Vorgang keine Auskunft geben kann, obwohl die Versetzung direkt aus dem Kultusministerium angewiesen worden ist“ so der FDP-Politiker.

Obwohl landesweit gerade Lehrkräfte von den Gymnasien an andere weiterführende Schulen abgeordnet und versetzt werden werde hier eine umgekehrte Versetzung auf direkte Weisung des Kultusministeriums vorgenommen. An der abgebenden Schule führe dies zu einer Verschlechterung der Unterrichtsversorgung. „Niemand kann diese Versetzung bisher nachvollziehen und aus dem Kultusministerium gibt es keinen Hinweis über Sachgründe zu diesem Vorgang. Das ist schon komisch und führt zu den abenteuerlichsten Gerüchten über den Grund der Versetzung“, so Björn Försterling. Diese müssten durch Transparenz und Offenheit seitens des Kultusministeriums schnellstmöglich ausgeräumt werden. Da die Landesregierung bisher jedoch mauere, werde die FDP-Fraktion Akteneinsicht beantragen.

Zu zusätzlichen Irritationen führte aus Sicht der FDP-Fraktion der heutige Auftritt des Ministerpräsidenten zu diesem Vorgang im Rahmen der Geschäftsordnungsdebatte. „Ungewöhnlich, dass ein Ministerpräsident den Vorgang scheinbar kennt und sich schützend vor die Ministerin stellt“, so Försterling abschließend.

 

Hintergrund: Der FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen liegen Informationen vor, nach der eine Lehrkraft auf direkte Weisung des Kultusministeriums ohne Beteiligung der Schulpersonalräte von einer Oberschule an ein Gymnasium in Göttingen versetzt worden ist. In der Regel müssen Lehrkräfte mehrere Schuljahre warten, bis einer Versetzung nach Göttingen entsprochen wird. Das aufnehmende Gymnasium hat darüber hinaus in den Fächern der betreffenden Lehrkraft keinen Bedarf. Zuvor hatten bereits zwei andere Göttinger Gymnasien die Aufnahme der Lehrkraft verweigert.

 

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