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Christian Dürr: Innenminister erzeugt durch Beschönigen Verunsicherung – Kriminalität von Flüchtlingen hätte klar genannt werden sollen

Hannover. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr kritisiert das Beschönigen der Kriminalitätsstatistik im Hinblick auf Straftaten von Flüchtlingen durch Innenminister Boris Pistorius.  „Die Zahlen zeigen doch klar: es gibt keinen Grund zur Hysterie. Pistorius hätte sie genau so nennen müssen“, sagt Dürr. Stattdessen aber habe sich der Innenminister sowohl vor Journalisten als auch im Landtag auf die Aussage zurückgezogen, dass Flüchtlinge nicht krimineller seien als die restliche Bevölkerung.

Bei genauer Betrachtung wird aber klar, dass diese Aussage so nicht stimmt, da Flüchtlinge durchaus öfter straffällig sind, es sich bei den begangenen Taten aber vor allem um Delikte wie etwa Schwarzfahren oder Passvergehen handelt. Dürr: „Es ist grundfalsch, wenn der Innenminister für Verunsicherung sorgt, indem  er Zahlen einfach unter den Tisch fallen lässt. Ein solches Verhalten schürt nur Ressentiments gegen Flüchtlinge und trägt nicht zu einer sachlicheren Debatte bei.“ Die Arbeit der Soko Asyl in Braunschweig hätte dem Innenminister ein Beispiel sein müssen, wie man offen und ehrlich mit den Zahlen zur Flüchtlingskriminalität umgeht.

Hintergrund: Innenminister Boris Pistorius hatte bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik und im Landtag das Fazit gezogen, dass Flüchtlinge nicht krimineller sind als der Rest der Bevölkerung. Betrachtet man die Zahlen der Statistik jedoch genau, wie es heute in einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen dargestellt ist, zählen Flüchtlinge statistisch gesehen jedoch mehr als doppelt so häufig zu Tatverdächtigen wie die Gesamtbevölkerung. Bei den Zahlen ist jedoch zu beachten, dass es sich meist um Bagatelldelikte handelt und es unter den Flüchtlingen eine überdurchschnittlich hohe Zahl von jungen Männern gibt, die auch im Rest der Bevölkerung öfter kriminell werden.

 

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