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Christian Dürr: Neid wird geschürt

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr schrieb für die „Nordwest-Zeitung“ (Montagsausgabe) den folgenden Gastbeitrag:

Erst der Soli, jetzt eine Vermögenssteuer – die SPD legt in der Neiddebatte noch eine Schippe drauf. Anstatt einer Spaltung des Landes entgegenzuwirken, schürt die SPD mit ihren Vorschlägen Missgunst und Neid. Damit verrät sie auch die Interessen ganz normaler Arbeitnehmer, die zum Beispiel für das Alter oder für die eigenen vier Wände sparen wollen. Im Gegensatz dazu ist die FDP-Fraktion der Meinung, dass Vermögensaufbau gefördert und belohnt, anstatt bestraft werden muss. Eine Vermögenssteuer belastet nicht wie andere Steuerarten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, also Gewinne, Dividenden oder Einkommen. Sie belastet die Substanz. Es geht ganz konkret um das produktive Anlagevermögen der Unternehmen, wie zum Beispiel Werkshallen, Baumaschinen und Bürogebäude. Mit der Vermögenssteuer würde den Unternehmen jedes Jahr ein Teil davon weggenommen werden. Dabei ist es doch der deutsche Mittelstand, die Hidden Champions und inhabergeführten Familienbetriebe, die mit gesunden Finanzen für Arbeitsplätze sorgen. Diese Unternehmen haben Deutschland durch die letzte Krise gebracht und um diese beneidet uns die ganze Welt. Gerade in Zeiten, in denen Deutschland am Rande einer Rezession steht, will die SPD mit einer Vermögenssteuer dem Mittelstand jetzt zusätzlich Steine in den Weg legen. Selten war ein Vorschlag so gefährlich für den Standort Deutschland wie dieser.

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