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Gero Hocker: Bisheriges Wolfsmanagement ist gescheitert – Minister Wenzel muss endlich Lösungen präsentieren

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, erwartet von Umweltminister Wenzel eine umfassende Evaluation und Korrektur des bisherigen Wolfsmanagements. „Ein vernünftiges Wolfsmanagement muss mehr leisten, als zu dokumentieren und zu analysieren. Die so gewonnenen Erkenntnisse müssen auch irgendwann in konkrete Maßnahmen münden. Minister Wenzel lässt die Wölfe immer mehr Schaden anrichten und bietet den Betroffenen bisher nichts als – teilweise abstruse –  Empfehlungen zur Abwehr und Ausgleichszahlungen. Der Ärger und die Ängste von Tierhaltern und Bevölkerung wachsen deshalb zu Recht. Wenn das so weitergeht, wird die Akzeptanz des Wolfes weiter dramatisch sinken“, so Hocker. Die Grundsätze des Wolfsmanagements, dass sowohl die Sicherheit der Menschen als auch die Interessen der Nutztierhalter im Vordergrund stünden, seien angesichts der Entwicklungen der vergangenen Monate nicht mehr glaubwürdig.

„Wenn Minister Wenzel tatsächlich den Standpunkt vertritt, dass man auch auffällige Wölfe gewähren lassen muss und er die Problemlösung alleine den Betroffenen zuschiebt, die sich bei Spaziergängen mit Pfefferspray bewaffnen und ihre Weiden wolfssicher umzäunen sollen, dann muss er das auch zu Ende denken. So kommen beispielsweise auf die Nutztierhalter immense Kosten zu. Und wenn die Landesregierung nicht ausreichend bezuschusst, stehen viele von ihnen vor dem wirtschaftlichen Aus. Bislang hat Minister Wenzel aber auch dafür kein Konzept vorgelegt. Und die bisherigen Fördertöpfe decken das niemals ab“, erklärt Hocker weiter. Um von der Landesregierung endlich Antworten auf die zahlreichen drängenden Fragen zum Wolf und zu den Plänen zum zukünftigen Umgang damit zu erhalten, habe die FDP-Fraktion heute eine große Anfrage eingereicht.

Hintergrund: Der Wolf ist mittlerweile ein Dauerthema in Niedersachsen: Tierrisse sind an der Tagesordnung, Zusammenstöße mit Menschen häufen sich. Der bisherige Umgang der rot-grünen Landesregierung mit dem Thema hat zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen geführt. Der Unmut bei Tierhaltern und in der Bevölkerung wächst. Die FDP-Fraktion fordert daher im Rahmen einer großen Anfrage (siehe Anhang) umfassende Informationen zur aktuellen Lage und den weiteren Plänen zum Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen.

 

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