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Gero Hocker: Das Umweltministerium hat das Munsteraner Wolfsrudel nicht ansatzweise im Griff – Auffälliger Wolf muss entnommen werden

Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, fordert angesichts des aktuellen Vorfalls mit einem Wolf des Munsteraner Rudels endlich ein Handeln des Umweltministers. „Das Umweltministerium macht sich unglaubwürdig, wenn es die Verhaltensauffälligkeit einzelner Wölfe leugnet oder herunter spielt, obwohl diese augenscheinlich vorliegt. Das Munsteraner Rudel ist offensichtlich nicht unter Kontrolle – das Ministerium muss endlich klipp und klar sagen, wie weiter mit diesem Rudel zu verfahren ist“, so Hocker. Die Antworten der Landeregierung auf die jüngste Anfrage der FDP-Fraktion hätten deutlich gezeigt, wie sehr das Umweltministerium sich um eine klare Benennung der Verhaltensauffälligkeiten herum drücke.

Weitere Vorfälle dieser Art könne sich das Umweltministerium nicht leisten, da die Akzeptanz des Wolfes zunehmend schwinde, wenn es immer häufiger zu Begegnungen mit Menschen und ihren Haus- und Nutztieren käme. „Die als vermeintliche Lösung präsentierte Besenderung war ein reines Ablenkungsmanöver, das viele tausend Euro verschlungen, aber bisher keine positiven Effekte gebracht hat. Dieses Experiment auf Kosten der Bevölkerung ist krachend gescheitert. Der besenderte Wolf hätte längst entnommen werden müssen. Stattdessen hat Minister Wenzel ihn sehenden Auges weiter sein Unwesen treiben lassen“, erklärt Hocker weiter.

Hintergrund: In der vergangenen Woche kam es erneut zu einem Zwischenfall mit einem Wolf. Eine Spaziergängerin traf bei Wardböhmen mit ihrem Hund auf einen offenbar besenderten Wolf, der den Hund biss. Die Wildbiologin Britta Habbe von der für das Wolfsmanagement zuständigen Landesjägerschaft sagte heute, es habe sich aller Voraussicht nach um einen besenderten Wolf aus dem Rudel Munster gehandelt.

 

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