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Gero Hocker: Der Landesregierung steht der Wolf näher als die Menschen in Niedersachsen – Wenzel muss endlich handeln

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, forderte angesichts der Warnung des Umweltministeriums vor dem Munsteraner Wolf endlich ein Eingreifen der Landesregierung. „Sie haben sich mit ihrer Untätigkeit selbst erst in diese ausweglose Lage hinein manövriert“, sagte Hocker am Donnerstag im Landtag. Lange Zeit habe Umweltminister Wenzel die Gefahr, die von dem Wolf in Niedersachsen ausgehen könne, verharmlost. Zuerst sei davon gesprochen worden, dass Spaziergänger bei einer Begegnung mit dem Wolf ruhig bleiben sollten und den Anblick aus ihrem Auto genießen sollten. „Inzwischen rät Wenzel dazu, dass sich Spaziergänger mit Pfefferspray, Steinen und Stöcken bewaffnen“, sagte er.

Damit würden die Menschen in Niedersachsen mit der Problemlösung alleine gelassen. Die FDP-Fraktion habe schon vor Monaten den Vorschlag gemacht, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, um verhaltensauffällige Tiere, die Hund und Menschen gefährlich werden, auch erschießen zu können. „Sie müssen jetzt endlich handeln. Wenn es erst einmal dazu kommt, dass ein Wolf auf den Menschen übergreift, dann sind Sie Ihren Job los“, sagte Hocker mit Blick auf den Umweltminister. Für den FDP-Politiker ist klar: „Der Landesregierung steht der Wolf näher als die Menschen in Niedersachsen.“

Hintergrund: Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz hat gegenüber der HAZ zugegeben, dass das Verhalten des Munsteraner Wolfes nicht normal ist. Das Tier habe keine Scheu vor dem Menschen. Die Landesregierung will deshalb die neue Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zu dem Thema kontaktieren, um weitere Schritte zu beraten. FDP und CDU verlangten heute im Landtag eine Unterrichtung des Umweltministers zu der Thematik. SPD und Grüne lehnten die Unterrichtung im Plenum ab.

 

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