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Gero Hocker: Für eine gelungene Energiewende sind Stromnetze und nicht weitere Windräder notwendig

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, fordert mehr Engagement der Landesregierung beim Ausbau der Stromnetze. „Minister Wenzel setzt eindeutig die falschen Prioritäten und gefährdet damit das Gelingen der Energiewende. Nicht der weitere Ausbau von Windkraftanlagen in diesem Land ist vorrangig, sondern der Netzausbau“, sagte Hocker am Donnerstag im Landtag. Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, sei bereits heute so viel Strom in den Netzen, dass diese unter der Last zusammenzubrechen drohen, so der FDP-Politiker. „Dass Wenzel sich im Rahmen der Dringlichen Anfrage deutlich geziert hat, die Zahl der planfestgestellten Höchstspannungstrassen im Landtag zu nennen, zeigt, wie peinlich ihm der geringe Ausbau ist“, so Hocker.

Die Stromnetze seien das Rückgrat der Energiewende. Durch sie müsse sichergestellt werden, dass der im Norden produzierte Strom auch in die Verbrauchsschwerpunkte im Süden und im Westen Deutschlands gelange. „Anstatt aber auf die Überlastung der Netze zu reagieren, indem weniger Strom eingespeist wird, sorgen Sie mit ihrem Windkrafterlass dafür, dass noch mehr Strom in unsere Netze gelangt“, warf Hocker dem Umweltminister vor. „Wenn Sie Wasser in eine Flasche füllen und die Flasche läuft über, dann muss man den Hahn zudrehen, anstatt ihn weiter zu öffnen“, fasste er zusammen.

Hintergrund: Im Rahmen der Dringlichen Anfragen wurde am heutigen Donnerstag im Landtag über den stockenden Netzausbau in Niedersachsen diskutiert. Zuletzt hatte auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in einem Brief an die niedersächsische Landesregierung den schleppenden Ausbau der Netze moniert.

 

 

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