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Hermann Grupe: Näher am Verbraucher, näher am ökologischen und ökonomischen Optimum – Chancen der Digitalisierung in der Landwirtschaft nutzen

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag, Hermann Grupe, fordert eine stärkere Förderung der Digitalisierung in der Landwirtschaft. „Diskutiert wird über Ernährung und Lebensmittelqualität schon seit Jahrzehnten, gekauft wird aber größtenteils möglichst billig. Oft höre ich: ‚Wenn ich wüsste, wo ich das kriege, dann würde ich auch gern mehr bezahlen‘. Moderne Technologien können Verbraucher und Erzeuger näher zusammenzubringen und die Vielfalt der verfügbaren Produkte übersichtlich und nachvollziehbar präsentieren. Digitale Plattformen bieten die Chance, Lebensmittel nach Kriterien wie Qualität, Regionalität, Haltungsform oder umweltgerechter Produktionsverfahren nachzufragen und in vielfältiger Form angeboten zu bekommen. Wir wollen den Aufbau solch eines verbraucherfreundlichen Marktes durch eine Startförderung unterstützen“, so Grupe.

Es gehe aber gleichzeitig auch um nachhaltige Fortschritte in der pflanzlichen Produktionstechnik oder tiergerechte Haltungsformen. „In der Überwachung der Tiergesundheit sind beispielsweise bahnbrechende Fortschritte erzielt worden. Diese Technik kann nicht das Auge eines erfahrenen Tierhalters ersetzen, es aber sehr sinnvoll ergänzen. Auch beim Pflanzenschutz lässt sich dank digitaler Datenerfassung schone heute eine Einzelpflanzenbehandlung vornehmen. Das erlaubt enorme Einsparungen bei den Pflanzenschutzmitteln und schont somit nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbeutel der Landwirte“, erklärt Grupe weiter. Finanzieren ließe sich die Förderung durch eine Aufstockung des Agrarinvestitionsförderprogrammes auf mindestens das alte Niveau von 40 Millionen Euro. Grupe: „Grundvoraussetzungen sind Datenautobahnen und schnelle Internetverbindungen. Der ländliche Raum darf hier nicht abgehängt werden“

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag hat gestern den Antrag der FDP-Fraktion „Näher am Verbraucher, näher am ökologischen und ökonomischen Optimum – Chancen der Digitalisierung in der Landwirtschaft nutzen – Umsetzung durch das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) voranbringen“ erstmalig beraten.

 

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