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Horst Kortlang: Netzausbau nicht weiter verzögern – Niedersachsen muss Ausbau der Stromnetze vorantreiben

Hannover. Niedersachsen muss nach Ansicht der FDP-Fraktion den Netzausbau möglichst rasch vorantreiben. „Mit der Überlastung der Netze rächt sich jetzt der unkontrollierte Windenergie-Zubau der letzten Jahre. Nicht mehr Windkraftanlagen sind vorrangig für die Energiewende, sondern der Ausbau der Stromnetze. Die Landesregierung muss endlich ein Bekenntnis zum Netzausbau abgeben“, sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Horst Kortlang. Nach Angaben des Netzbetreibers Tennet sind immer mehr Noteingriffe nötig, da Stromleitungen fehlen, um den Windstrom vom Norden in den Süden zu bringen.

Die Stromnetze seien das Rückgrat der Energiewende, so Kortlang. Durch sie müsse sichergestellt werden, dass der im Norden produzierte Strom auch in den Süden und Westen Deutschlands komme. „Leider ist es zur Zeit so, dass Windparks nicht nur im Herbst und Winter abgeschaltet werden müssen, weil sonst zu viel Strom produziert wird“, sagt der FDP-Politiker. Die Netzausbauprojekte sind bereits alle durch den Bundesbedarfsplan vorgesehen. Kortlang: „Niedersachsen ist hier im besonderen Maße gefordert, nun dem tatsächlichen Ausbau auch wirklich die notwendige Priorität zukommen zu lassen. Die Fehler der Politik dürfen nicht als noch höhere Stromkosten beim Verbraucher landen.“

Hintergrund: Der Netzbetreiber Tennet musste 2017 laut Medienberichten wegen unzureichender Leitungskapazitäten fast eine Milliarde Euro für sogenannte Noteingriffe zahlen. Diese werden notwendig, wenn Stromleitungen fehlen, um den Windstrom vom Norden in  den Süden zu bringen. Die Kosten für diese Eingriffe werden am Ende auf den Strompreis umgelegt.

 

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