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Jan-Christoph Oetjen: Fußballfans nicht unter Generalverdacht stellen – Endlich auf Dialog statt auf ordnungsrechtliche Maßnahmen setzen

Hannover. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jan-Christoph Oetjen, appelliert dringend daran, in Niedersachsen wieder mehr in den Dialog mit Fußballfans zu treten. „In der Antwort des Innenministeriums auf unsere große Anfrage zu Polizeieinsätzen bei Fussballspielen wurde immer wieder die Wichtigkeit des Dialogs mit den Fans und die Unterscheidung zwischen gewaltbereiten beziehungsweise störenden Fans und denen, die sich friedlich verhalten, betont. Allerdings geht aus den Antworten deutlich hervor, dass das genaue Gegenteil praktiziert wird. Es wird überwiegend auf ordnungsrechtliche Maßnahmen gesetzt, wie beispielsweise die Reduzierung von Gästekontingenten, den Gästeausschluss oder auch die verpflichtende Anreise. Ich halte das für äußerst kontraproduktiv“, so Oetjen.

Auf diese Art würden alle Fußballfans unter Generalverdacht gestellt und in der freien Ausübung ihrer Fankultur teilweise drastisch beschnitten. Statt pauschaler, teilweise repressiver Maßnahmen, müsse es intensive Gespräche mit den Fanbeauftragten und -vertretern sowie angemessene Einzelfalllösungen geben. „Der absolut überwiegende Teil der Fans ist friedlich und hat keinerlei Interesse an randalierenden Einzelnen bei Fußballspielen. Beide Seiten verfolgen hier also das gleiche Ziel und gemeinsam lässt es sich besser und einfacher erreichen, als durch Verbote und Beschränkungen für alle, die nur zu viel Unmut führen“, erklärt Oetjen weiter.

Hintergrund: Die FDP-Fraktion stellte eine große Anfrage zum Thema „Bewältigung des polizeilichen Einsatzgeschehens bei Fußballspielen: Resultate der Innenministerkonferenz in Mainz und Bewertung der aktuellen ZIS-Zahlen“ (Drs. 17/4616). Es geht darin vor allem um den Umgang mit Fußballfans, mit Gewalt beim Fußball und mit den erhobenen Daten über Fußballfans.

 

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