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Jörg Bode: Landesregierung darf bei schneller Internetanbindung nicht weiter abwarten – Ländlicher Raum wird abgehängt

Hannover. Die vom Wirtschaftsministerium veröffentlichten Zahlen zum Breitbandausbau zeichnen nach Ansicht des FDP-Politikers Jörg Bode ein „geschöntes Bild“. „Die veröffentlichte Internetabdeckung mit mindestens  50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bei 77,5 Prozent der Haushalte betrifft vor allem die Städte des Landes. Im ländlichen Raum haben lediglich 45 Prozent der Haushalte eine Anbindung von 50 Mbit/s“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Noch dramatischer sei das Bild bei Internetanbindungen von über 100 Mbit/s. „Hier liegt der ländliche Raum mit 25 Prozent der Haushalte weit hinter der städtischen Versorgungsquote von 66 Prozent“, so Bode.

Ebenso verhalte sich das bei der Aussage des Ministeriums, dass 96,6 Prozent des Landes einen LTE-Zugang haben. „Im ländlichen Raum sind es tatsächlich gerade einmal 88 Prozent. Diese Zahlen hat die Bundesregierung im September 2017 veröffentlicht“, erklärt er. „Die Internetanbindung ist ein riesiges Problem für die ländlichen Regionen Niedersachsens. Die Schere ist hier in den letzten Jahren auseinandergegangen und nicht geschlossen worden“, erklärt der FDP-Politiker. Dabei beschleunigten Funklöcher und langsames Internet den Zuzug in die Städte und den Abzug von Unternehmen aus den ländlichen Regionen. Bode: „Das erklärte Abwarten der Landesregierung bis 2025 ist falsch und wird dieses Strukturproblem beschleunigen. Niedersachsen muss endlich mit seinem Ausbauprogramm von LTE-Funknetzen und dem Aufbau von eigenen Giga-Glasfasernetzen im ländlichen Raum beginnen. Ansonsten verspielen wir unsere Zukunft.“

Hintergrund: Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums kommt die Versorgung mit schnellen Internet-Verbindungen voran. So konnten 77,5 Prozent der Haushalte Mitte 2017 mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) surfen. Ein Jahr zuvor seien es noch 73 Prozent gewesen, teilte das Ministerium in Hannover mit und berief sich dabei auf eine Untersuchung des TÜV Rheinland.

 

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