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Beschlusslage der FDP Niedersachsen

Medienkompetenz erwerben, nutzen, weiterentwickeln

Beschlossen vom Landesvorstand am 15.06.2013

Der Landesvorstand hat am 15.06.2013 beschlossen:

 

Die FDP steht für ein modernes und innovationsfreundliches Land. Dem digitalen Fortschritt kommt hierfür eine tragende Rolle zu.

 

Menschen aller Fähigkeiten und Altersgruppen sollen hierbei die Kompetenz erwerben, Medien sowie ihre Funktion und Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen. Medienkompetenz wird hierbei in ganz unterschiedlichen wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und sozialen Bereichen benötigt und ist vor allem im Bildungsbereich altersgerecht zu vermitteln.

 

Neue Informations- und Kommunikationstechniken haben sich in den letzten Jahren zu Schlüsseltechniken entwickelt. Der Umgang mit den neuen Technologien greift tief in die bisherigen Arbeits- und Denkweisen ein, verlangt Eigenverantwortung und Initiative, setzt Kommunikations- sowie Kooperationsfähigkeit voraus und fordert neue allgemeine und berufliche Qualifikationen.

 

Die Medienwelt entwickelt sich hierbei stetig weiter. Jedes Medium stellt dabei neue Herausforderungen auch im Hinblick auf einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang. Neben der frühen Vermittlung von Medienkompetenz, einschließlich des kritischen und eigenverantwortlichen Umgangs, sieht die FDP deshalb jede einzelne Bürgerin und jeden einzelnen Bürger in der Verantwortung, sich eigenverantwortlich notwendiges mediales Wissen anzueignen, um technische Innovationen bestmöglich nutzen zu können.

 

Die Vermittlung von Medienkompetenz soll sich an den Bedürfnissen und Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler orientieren. Insbesondere im Schulbereich bedarf es einer alters- und entwicklungsgerechten Vermittlung von Medienkompetenz. Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung und Medienkritik sind bereits in der frühkindlichen Bildung zu berücksichtigen.

 

Die Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen auf die Arbeitswelt, das Studium und das Leben in einer Welt, die immer mehr Flexibilität verlangt, erfordert neben Aufgeschlossenheit vor allem Medien- und Methodenkompetenz. Allen am Schulleben Beteiligten kommt hierfür tragende Verantwortung zu.

 

Die FDP fordert:

- Die Ausweitung des Modellprojektes "Kita und Grundschule unter einem Dach" auch im Bereich der Medienbildung. Medienpädagogik soll deshalb nicht nur in die Lehrerausbildung, sondern auch in die Erzieherausbildung Einzug halten.

- Die flächendeckende und bedarfsgerechte Ausstattung von Schulen mit Computerräumen, mobilen Notebook-Systemen und elektronischen Tafeln. Eine moderne Ausstattung von Schulen legt daraufhin den Grundstein für eine umfassende Medienkompetenz, die dann nicht nur am heimischen Computer in Eigenregie, sondern im pädagogisch betreuten Umfeld in der Schule stattfindet.

- Die Nutzung von medialen Bildungsprogrammen (z. B. "1x1- und Vokabeltrainer") als selbstverständlichen Teil des Unterrichts zu verstehen, damit eine heimische Weiterverwendung erleichtert wird.

- Medienkritik einen größeren Stellenwert in der Medienbildung beizumessen. So können Schülerinnen und Schüler sowie Eltern beispielsweise für Themen wie Cyber-Mobbing besser sensibilisiert werden.

 

Lehrerausbildung

Neben der im Studium benötigten Medien- und Methodenkompetenz sollen Lehramtsstudenten über fachdidaktische Medienkompetenz verfügen.