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Beschlusslage der FDP Niedersachsen

Aufklärung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen verstärken

Beschlossen vom Landesvorstand am 20.09.2014

Die FDP Niedersachsen fordert, die Aufklärung über HIV und andere sexuell übertragbaren Infektionen (STI) insbesondere bei Jugendlichen und Migranten, zu intensivieren.

Eine Vielzahl von Viren, Bakterien, Pilzen und anderen Erregern können bei ungeschütztem Sex übertragen werden und führen ggf. zu Krankheiten mit schwerwiegenden Folgen. AIDS ist trotz aller Bemühungen nach wie vor eine lebensbedrohliche Krankheit. Um der Sorglosigkeit hinsichtlich der Übertragung von STI ebenso wie unbegründeten Ängsten entgegenzuwirken, schlägt die FDP Niedersachsen folgende Maßnahmen vor:

·  Intensive Fortbildung der Lehrkräfte zum Thema STI. Dieses kann in Kooperation mit der Niedersächsischen AIDS-Hilfe erfolgen.

·  Stärkung von kommunalen Angeboten zur Prävention von STI.

·  Unterstützung der Lehrkräfte bei der Aufklärung durch die Einbindung von HIV-Positiven, die im Rahmen der freiwilligen Selbsthilfe emanzipatorisch über das Leben mit der Infektion informieren wollen.

 

 

Begründung:

 

Das Thema AIDS ist bei den Menschen, die Ende der 1970iger Jahre als Erste die Ausbreitung des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) erlebt haben, noch sehr präsent. Es bedarf aber eines immer wiederkehrenden Prozesses, um der Sorglosigkeit insbesondere bei Jugendlichen entgegenzuwirken.

Die sprunghaft ansteigenden Erkrankungen an Syphilis und Gonorrhoe - auch in Deutschland -und die hohen Infektionszahlen an HPV und Chlamydien machen zudem deutlich, dass Prävention sich dem Thema der sexuell übertragbaren Krankheiten ganzheitlich widmen muss. Aufklärung und Wissen sind Grundvoraussetzungen für ein verantwortungsbewusstes Sexualverhalten.