Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion sprach sich dafür aus, Gorleben auch weiter in der Auswahl möglicher Standorte zu belassen. „Auch nach zehn Jahren rot-grünen Moratoriums sind wir heute der Erkenntnis, ob der Salzstock geeignet ist oder nicht, keinen Deut näher gekommen. Wäre er eindeutig nicht geeignet, hätte Rot-Grün damals kein Moratorium verhängt, sondern die Erkundung endgültig abgebrochen." Der grüne Umweltminister habe aber mit dem Moratorium mögliche Antworten auf die Eignungsfrage einfach um zehn Jahre verschoben, kritisierte Hocker.
Dem FDP-Umweltpolitiker zufolge geht derzeit ein tiefer Riss durch die grüne Partei. „Im Landtag fordern die Grünen, die Erkundung Gorlebens für immer abzubrechen. Auf dem Parteitag dagegen schließen sich Frau Harms und Herr Wenzel der Meinung des grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg an, der für die Weitererkundung plädiert. Ja, was denn nun?" fragt Hocker. Den Grünen gehe es allein darum, die eigene Basis im Wendland zu befrieden und nicht darum, bundesweit auch einmal Verantwortung zu übernehmen. „Deshalb reden Sie mit gespaltener Zunge", sagte Hocker an die Adresse der Oppositionsfraktion.