Hocker kritisierte die Tendenz der Grünen, wissenschaftliche Fragen politisch entscheiden zu wollen: „Ich frage mich, wie die Grünen für sich in Anspruch nehmen können, eine Entscheidung über die Eignung von Gorleben treffen zu können, noch bevor die wissenschaftliche Beurteilung abgeschlossen ist. Diese Arroganz ist mir unerklärlich“, so Hocker. Die Grünen seien offenbar bereit, statt Sicherheit den eigenen politischen Gewinn zum allerersten Kriterium bei der Endlagersuche zu machen. Das sei völlig inakzeptabel.
„Gorleben muss gemeinsam mit anderen zu untersuchenden Standorten im Topf bleiben. Wer Gorleben aus politischen Gründen aus dem Topf nimmt, wird bei jedem anderen möglichen Standort dieselben Probleme bekommen“, fordert Hocker. Die Grünen könnten sich nur in Fußnoten und Interviews, nicht aber in Parlamenten öffentlich zu einer ergebnisoffenen Endlagersuche mit Gorleben bekennen. Das sei der Unterschied zwischen verantwortlicher und unverantwortlicher Politik.