Hocker plädierte dafür, die Förderung nicht mehr wie bisher über garantierte Einspeisevergütungen, sondern über eine Mengensteuerung sicherzustellen. „Wir sollten die Erneuerbaren miteinander in einen Wettbewerb eintreten lassen. Dazu könnte man die Netzbetreiber verpflichten, einen bestimmten Anteil ihres Stroms aus Erneuerbarer Energie in ihre Netze einzuspeisen. Innerhalb dieses Anteils sollten Wind, Sonne, Biogas und Wasser in einem Wettbewerb miteinander stehen. Der Betreiber würde entscheiden, welche Energieform er einspeist – das wäre voraussichtlich die effizienteste“, erklärte der FDP-Energieexperte.
Hocker zufolge kann es nicht angehen, dass gegenwärtig die Photovoltaik etwa drei Prozent des deutschen Strombedarfs erzeugt, jedoch mehr als 50 Prozent der EEG-Förderung in Anspruch nimmt. „Wenn dieses Geld anstatt in die in Norddeutschland ineffiziente Photovoltaik zum Beispiel in die Offshore-Windenergie geflossen wäre, hätte man mehr Strom zu niedrigeren volkswirtschaftlichen Kosten erzeugen können.“ Deutschland müsse wieder eine Vorreiterrolle einnehmen: „Die Förderung von Erneuerbarer Energie muss im Interesse der Stromkunden in Zukunft so gestaltet werden, dass sich Effizienz durchsetzt!“