Die Beiträge in Niedersachsen sorgen Dürr zufolge an den Hochschulen für bessere Studienbedingungen. „Deutlich mehr als die Hälfte der Gebühren fließt in Personal“, erklärt der niedersächsische FDP-Fraktionsvorsitzende. „Dadurch sind wir bei der Betreuungsrelation bundesweit Spitze.“ In Nordrhein-Westfalen fehlten den Hochschulen durch den Wegfall der Beiträge dagegen insgesamt fast 19 Millionen Euro. „Konkret bedeutet das: Weniger Tutorien, weniger Mitarbeiter in der Studienberatung, kürzere Öffnungszeiten der Bibliothek.“
Suding bezeichnete die Abschaffung der Studienbeiträge in Hamburg als schweren Fehler. „Die Beiträge haben die Hochschulen in die Lage versetzt, unabhängiger zu arbeiten. Statt dies beizubehalten und so einen Schwerpunkt im Bereich Wissenschaft und Forschung zu setzen, wurde nun eine jährliche Steigerung der Behörden-Zuweisungen entsprechend der geplanten Steigerungen des Gesamthaushaltes zugesagt. De Facto liegt die aber jetzt unter einem Prozent, so dass nicht mal ein Inflationsausgleich erreicht wird.“ Die jahrelange Unterfinanzierung der Hochschulen bliebe so bestehen. Suding ist überzeugt: „Die Entscheidung schädigt jeden Wissenschaftsstandort."