In dem Antrag sprechen sich FDP und CDU für regionale Grundbildungszentren aus. „Sie sollen Angebote entwickeln, von denen alle funktionalen Analphabeten in ganz Niedersachsen angesprochen werden können. Die Bildungsmöglichkeiten für Berufstätige müssen branchenorientiert und auch betriebsübergreifend sein“, so von Below-Neufeldt. Dazu werde es im Vorfeld ein breites Bündnis für Grundbildung geben müssen, bestehend aus Bund, Ländern, Unternehmensverbänden, Kammern, Gewerkschaften und Volkshochschulen. Die Fraktionen sprechen sich auch dafür aus, bereits präventiv in Kitas und Grundschulen die Programme zu Lesekompetenz und Sprachförderung weiter auszubauen.
Funktionaler Analphabetismus werde mittlerweile als gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem anerkannt, sagt die FDP-Wissenschaftspolitikerin. Rund 14 Prozent der Erwerbsfähigen in Deutschland seien davon betroffen. „Deshalb geht der geplante Grundbildungspakt genau in die richtige Richtung.“ Dafür will der Bund für die kommenden Jahre insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen.