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WINTERSTEIN: Barrierefreies Filmangebot vergrößern

02.12.2011

BERLIN. Zum Antrag “Barrierefreies Filmangebot umfassend ausweiten“ der christlich-liberalen Koalition erklärt die Parlamentarische Geschäftsführerin und Berichterstatterin für Filmpolitik der FDP-Bundestagsfraktion Claudia WINTERSTEIN:

Der Ausbau des barrierefreien Filmangebots ist der christlich-liberalen Koalition ein wichtiges Anliegen. Um hierfür die Rahmenbedingungen zu verbessern, soll bei allen relevanten Akteuren der Filmbranche das schon vorhandene Problem- und Bedarfsbewusstsein geschärft werden. Der vorliegende Antrag bringt genau dies auf den Weg.

Aus Art. 30 der UN-Behindertenrechtskonvention ergibt sich, dass sich Kunst und Kultur auch für Menschen mit Behinderungen erschließen lassen müssen. Kulturelle Teilhabe ist von zentraler Bedeutung für seh- und hörbehinderte Menschen. Der Film ist für Blinde und sehbehinderte Menschen das Fenster zur Welt.

Das Angebot an barrierefreien Filmen muss erhöht werden, die Nachfrage ist da. Schon jetzt nutzen rund 80 Prozent der seh- und hörgeschädigten Menschen regelmäßig das Fernsehen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Wirksamkeit die im FFG 2009 erlassenen Regelungen unverzüglich zu überprüfen und, falls notwendig, im Gesetzentwurf für die nächste FFG-Novelle entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Ziel sollte es sein, die Bedürfnisse von seh- und hörbehinderten Kinobesuchern besser einzubeziehen.

Bereits ein geringer Kostenaufwand kann viel bewirken. Die Kosten für einen 90-Minuten-Film liegen bei ca. 5.000 Euro für Audiodeskription und ca. 1.000 Euro für eine Filmuntertitelung. Das Ziel ist, dass jeder von uns in Deutschland am Erlebnis Film uneingeschränkt teilhaben kann .

   

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