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Aus der Nordwest-Zeitung vom 18. Mai 2012

Minister lobt Pionier Jann Aden

Offshore-Rettung: Jörg Bode zu Gast bei der Einsatzleitstelle in Rastede

Jann Aden erläuterte Wirtschaftsminister Bode das Konzept. Es geht um Unfälle in Windparks auf hoher See.

Von Christopher Deeken

Rastede - Was Rettung bedeutet, hatte Jörg Bode erst am Dienstag erfahren, als Niedersachsens Minister für Wirtschaft und Verkehr gemeinsam mit anderen Kabinettsmitgliedern im Zwischenahner Meer baden ging. Doch das war nicht der Grund, warum Bode am Mittwoch in der Station des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) „Rote Buche“ die Leitstelle der Offshore-Rettung und Sicherheit gGmbH (ORS) besuchte. Vielmehr ließ sich der FDP-Politiker von Geschäftsführer Jann Aden das Konzept erläutern.

Das DRK Ammerland hat im Mai 2011 die ORS als Tochter gegründet. Diese fungiert rund um die Uhr als Leitstelle, koordiniert den Einsatz – wenn sich ein Unfall in einem Windpark auf hoher See ereignet – und informiert die staatlichen Rettungsorganisationen wie das Havariekommando.

„Wir können mit unserem Helikopter innerhalb von 45 Minuten bei der Unfallstelle sein“, sagte DRK-Ausbilder Jann Aden, auf dessen Initiative der Rettungsverbund überhaupt zustande gekommen war. Aden leistete Pionierarbeit, entwickelte spezielle dreiwöchige Kurse für Offshore-Betriebssanitäter und neue Rettungssysteme. „Sie haben hier etwas Tolles auf die Beine gestellt“, lobte Jörg Bode.

Initiiert hatte den Minister-Besuch der FDP-Kreisvorsitzende Carsten Helms, der ebenfalls vor Ort war. Zugegen waren auch DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Benken, FDP-Kreistagsabgeordneter Hartmut Bruns sowie die Rasteder FDP-Ratsfrau Evelyn Fisbeck.

Carsten Helms als Landtagskandidat bestimmt

Mitgliederversammlung unter der Leitung des Generalsekretärs abgehalten

 

Auf der Mitgliederversammlung für den Wahlkreis Ammerland nominierten die Liberalen ihren Kreisvorsitzenden für die anstehenden Landtagswahlen. Der niedersächsische Generalsekretär Dr. Gero Hocker hielt nicht nur ein Grußwort sondern übernahm auch gleich die Versammlungsleitung. In seinem Grußwort machte der Umweltpolitiker deutlich, warum es für Niedersachsen besser ist, wenn die FDP in Regierungsverantwortung stehen: „Die Herausforderung der Energiewende müssen wir mit den Bürgern und nicht gegen sie bewältigen. Information und Förderung von energetischen Maßnahmen sind unser liberaler Weg. Die Verordnungspläne der Grünen kosten jeden Immobilieneigentümer statistisch 55.000 EUR, für viele kommt das einer Enteignung gleich“. Für die Entscheidung im Januar machten er den Parteifreunden Mut: jedes Mitglied müsse jede Woche einen Wähler überzeugen, dann zieht die FDP mindestens mit der heutigen Stärke in den Landtag ein. Die Rechnung geht auf, meinte auch Carsten Helms in seiner Vorstellung. Als Bankbetriebswirt wären Zahlen seine Natur, deshalb liege ihm auch die Finanzpolitik am Herzen. Außerdem werde er sich intensiv um die wertvolle Ernährungswirtschaft im Ammerland kümmern.

 

Die Themen schienen richtig gesetzt: bei nur 2 Gegenstimmen wählte die Versammlung Carsten Helms zum Kandidaten für die Landtagswahl. Der bedankte sich für diesen Auftrag und versprach, dass er sich auch darum würde „die zwei Parteifreunde zu überzeugen, die heute noch nicht für mich gestimmt haben“.

 

Unter den Teilnehmern waren auch einige Vertreter der Jungen Liberalen. Die hatten vor Beginn mit dem symbolischen Griff in die Gelddose für das Ziel der Schuldenbremse ab 2016 geworben. An Ihren frisch gewählten Kandidaten appellierten Sie: Das Ammerland soll wieder die liberale Hochburg des Landes werden. „Der bis heute einzige direkt gewählte FDP-Abgeordnete war Albert Post aus Westerstede“ Carsten Helms sollte dies wiederholen, so der Wunsch der JuLis. Dem schlossen sich die Mitglieder der Mutterpartei gerne an.