Grigorios Aggelidis: Eltern brauchen Entlastung – Änderungen beim Elterngeld reichen nicht aus

Zu der heutigen Bundestags-Debatte über Änderungen beim Elterngeld
erklärt der familien- und seniorenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion,
Grigorios Aggelidis:

„Die Änderungen beim Elterngeld verhindern nur teilweise das Schlimmste, reichen aber bei Weitem nicht für eine Entlastung von Familien in der derzeitigen Krise aus. Es ist eben nicht genug, nur Nachteile beim Elterngeld zu verhindern. Wir müssen dringend über eine familienfreundlichere Normalität in Deutschland unter den gegebenen Umständen diskutieren.

Eltern haben ein Recht darauf, nicht nur jetzt in der Corona-Krise keine Nachteile beim Elterngeld zu haben, wenn sie Kurzarbeitergeld, Krankentagegeld oder Insolvenzgeld bezogen haben. Das muss dauerhaft gelten. Auf diese Änderungen warten Eltern seit Jahren und wir haben diese Anträge lange in den Bundestag eingebracht. Zudem fordern wir in der jetzigen Situation weitere Anpassungen, etwa ein fortgeführtes Elterngeld für all diejenigen, die nun nicht die Eingewöhnung ihrer Kinder in der Kita beginnen können.

Neben Elterngeld-Änderungen und einem Fahrplan für eine schrittweise Öffnung von Kitas und Spielplätzen muss aber auch der Lohnausgleich für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, fortgeführt werden. Eltern sollten sich nicht alle vier Wochen Gedanken dazu machen müssen, wie es weitergeht. Genauso, wie Beschäftigte sich derzeit auf das Kurzarbeitergeld verlassen können, sollten sich Eltern auf diese Krisenzahlung verlassen können.“