Grigorios Aggelidis: Senioren bleiben einsam – Ältere Menschen brauchen neben Versorgung auch Teilhabe und Selbstbestimmung

Zu der Situation von Senioren in der jetzigen Phase der Corona-Pandemie erklärt der seniorenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Grigorios Aggelidis:

Grigorios Aggelidis, MdB

„Über sechs Monate leben wir in Deutschland mit der Corona-Pandemie. Und noch immer fällt der Bundesregierung zur Situation älterer Menschen in unserem Land nicht viel mehr ein als: Isolation zum Eigenschutz. Das ist ein Armutszeugnis.

Sechs Monate lang hat es die Große Koalition versäumt, die Einsamkeit älterer Menschen zu beenden, indem man Schutz UND soziale Kontakte zusammen ermöglicht. Denn ältere, pflegebedürftige Menschen brauchen eben nicht nur eine Versorgung, sondern auch Teilhabe und Selbstbestimmung.

Inzwischen werden angesichts steigender Infektionszahlen Pflegeheime teilweise wieder für Besuche gesperrt. Pflegende Angehörige leben seit Monaten zum Schutz ihrer Angehörigen in einer Art Quarantäne. Einen ausreichenden Schutz mithilfe einer intelligenten Teststrategie sowie FFP2-Masken oder Kontrollsets in den Pflegeheimen gibt es auch weiterhin nicht. Wenn Familienministerin Giffey nun ankündigt, etwas gegen Einsamkeit im Alter zu unternehmen, so sind auch das nur leere Versprechungen aus dem Ministerium, wie wir sie schon oft erlebt haben.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat indes unter anderem Anträge zu einer intelligenten Teststrategie und dem Zugang zu mehr Schutzmaterial für pflegende Angehörige gestellt. Auch haben wir ein gegenfinanziertes Förderprogramm zur Unterstützung von Videotelefonie in Alten- und Pflegeheimen beantragt, das von der Großen Koalition abgelehnt wurde. All das sind erste notwendige Bausteine für eine Verbesserung der Situation älterer Menschen - und damit deutlich mehr als die Ideen und Konzepte der zig Referate des Ministeriums