Imke Haake: Anstrengen statt Abschaffen: Bildungsstandards sichern statt Leistungen kürzen

Zur aktuellen Debatte über die geplante Streichung des schriftlichen Dividierens aus dem Kerncurriculum der Grundschulen durch das Kultusministerium, äußert sich die bildungspolitische Sprecherin und Generalsekretärin der FDP Niedersachsen, Imke Haake:

„Die Pläne der Kultusministerin mathematische Kompetenzen wie das schriftliche Dividieren aus den Lehrplänen zu streichen, sind ein bildungspolitisches Armutszeugnis. Der Verlust mathematischer Grundfertigkeiten ist zu befürchten. Das Motto dieser Landesregierung scheint ‚Niveausenkung durch Weglassen‘ zu sein. Unser liberales Motto lautet dagegen klar: Anstrengen statt Abschaffen!“

Das schriftliche Rechnen ist weit mehr als nur ein mechanischer Vorgang. Es fördert das tiefe Verständnis für Zahlenräume, Proportionen und logische Abfolgen. Wer die Division nicht mehr von Hand beherrscht, verliert den Bezug zur mathematischen Logik, die auch im Zeitalter der Digitalisierung die Basis für jedes MINT-Verständnis bildet.

Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Anforderungen an Niedersachsens Schulen immer weiter zurückgeschraubt werden. Wenn wir aufhören, Anstrengung und Präzision zu verlangen, berauben wir die nächste Generation ihrer Chancen. Wir dürfen nicht das Curriculum an sinkende PISA-Ergebnisse anpassen, sondern müssen die Vermittlungsmethoden verbessern und die Schulen stärken, damit jedes Kind das Ziel erreicht.

Die FDP Niedersachsen fordert den Erhalt des schriftlichen Dividierens als festen Bestandteil des Curriculums der 3. und 4. Klassen.

Grundschulen müssen den Fokus auf die Basiskompetenzen setzen. 
Des Weiteren müssen Schulen Orte sein, an denen Anstrengung wertgeschätzt wird, anstatt Hürden einfach abzubauen.
Bildung ist der Rohstoff unseres Landes. Wer bei den Grundlagen spart, gefährdet langfristig unseren Wirtschaftsstandort und die individuelle Aufstiegschance jedes Einzelnen. Wir fordern die Kultusministerin auf, diesen Irrweg zu stoppen und stattdessen in die Qualität der Lehre zu investieren.“