HOCKER: Der Staat ist kein guter Unternehmer – Messebetrieb gehört in private Hände
Anlässlich der Hannover Messe fordert die FDP Niedersachsen eine grundlegende Neuordnung der Trägerschaft von Messegesellschaften in Deutschland. Aus Sicht der Freien Demokraten ist klar: Der Betrieb von Messen gehört nicht in staatliche Hand. Dazu äußert sich der Landesvorsitzende der FDP Niedersachsen, Gero Hocker:
„Die Hannover Messe ist ein internationaler Leuchtturm für Innovation und Industrie. Umso wichtiger ist es, dass sie unter unternehmerischen, nicht unter politischen Gesichtspunkten geführt wird.
Der Staat ist weder dafür gemacht noch darauf ausgelegt, unternehmerische Risiken effizient zu managen oder flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. Öffentliche Beteiligungen an Messegesellschaften führen häufig zu schwerfälligen Entscheidungsstrukturen, politischer Einflussnahme und einer ineffizienten Mittelverwendung.
Gerade in einem hochdynamischen, internationalen Wettbewerbsumfeld brauche es jedoch schnelle Entscheidungen, klare wirtschaftliche Zielsetzungen und konsequente Kundenorientierung.
All das kann die Privatwirtschaft deutlich besser leisten.
Die FDP Niedersachsen spricht sich daher für eine schrittweise Privatisierung von Messegesellschaften aus. Ziel müsse es sein, den Messebetrieb vollständig marktwirtschaftlich zu organisieren und die öffentliche Hand auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Eine Aufteilung in Veranstaltungsgeschäft und Vermietung des Messegeländes ist daher der sinnvolle Weg.
Die Aufgabe des Staates ist es, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen – nicht, selbst als Marktakteur aufzutreten. Eine stärkere Einbindung privater Investoren und Betreiber würde dazu beitragen, Innovationskraft, Effizienz und internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Messestandorte nachhaltig zu stärken.
Die Hannover Messe bietet den idealen Anlass, diese Debatte neu zu führen und mutige Reformen anzustoßen."
Patrick Döring, Vorsitzender der FDP Hannover, ergänzt hierzu: "..."