Ulla Ihnen: Die geplante Mehrweg-Pflicht trifft die Gastronomie mitten in ihrer schlimmsten Krise
Die für Umwelt und Klima zuständige Haushaltspolitikerin im Bundestag, Ulla Ihnen (FDP), erklärt:
© Studio Kohlmeier
„Neben der Veranstaltungs- und Kulturbranche sowie dem Einzelhandel leidet wohl kaum ein Wirtschaftszweig so sehr wie die Gastronomie. Viele Betriebe sind bereits am Rande dessen, was noch verkraftbar ist.
In dieser Zeit kommt aus dem Bundesumweltministerium ein Gesetzentwurf, mit dem in der Gastronomie ein verpflichtendes Mehrwegsystem bis 2023 vorgesehen wird. So sehr es auch wichtig ist, den Eintrag von Einwegplastik in unsere Umwelt zu vermeiden, so hart trifft die neue Auflage die Gastronomie in ihrer schlimmsten Krise. Denn diese ist für die Betriebe, die gerade ohnehin kaum über Liquidität verfügen, mit massiven Dokumentationspflichten und verpflichtenden Investitionen verbunden.
Für die Branche ist es fatal, wenn die Bundesregierung ungeachtet der Krise weitere Auflagen beschließt. So bleibt die Erkenntnis, dass der Staat momentan nicht nur bei den Wirtschaftshilfen versagt, sondern darüber hinaus der Gastronomie durch zusätzliche Auflagen das Leben schwer macht.“